Wohnen

  1. Einsatz für bezahlbares und lebenswertes Wohnen für alle Bürger
  2. Öffentlichen Freiraum findet das JFK genauso wichtig wie die Schaffung von Wohnraum
  3. Das JFK setzt den Fokus auf familien- und altersgerechtem Wohnraum
  4. Umnutzungen statt ausschließlich Neubauten
  5. Der Ausbau von Wohnraum und ÖPNV müssen Hand in Hand gehen
Das JFK möchte gemeinsam mit der Stadt und Ihren Menschen bezahlbares und lebenswertes Wohnen entwickeln bzw. bestehende Wohnstrukturen verbessern. Alle Bevölkerungsschichten und Generationen sollen darin gut miteinander leben, wohnen und arbeiten können. Ein ausgewogenes Verhältnis von Freiraum zu Wohnfläche ist Voraussetzung für eine gute Lebensqualität. Quantität und Qualität müssen berücksichtigt werden.
Bezahlbarer Wohnraum und faire Mieten können durch Wohnungsbaugesellschaften oder eine Sozialbauquote erreicht werden. Darüber hinaus sollten Regelungen, welche Konstanzer beim Kauf von Eigentum bevorzugen, wie sie z.B. die Reichenau oder auch Allensbach schon haben, eingeführt werden.
Wir wollen das beschlossene Wohnungsbauprogramm der Stadt Konstanz kritisch begleiten und darüber hinaus zu einem weitreichenderen Umdenken anregen. Denn Wohnen ist im Wandel begriffen und verlangt nach flexibleren Wohnformen. Studenten leben in Seniorenheimen, alte Menschen in WGs, es gibt Boardinghäuser und die Verknüpfung von Wohnen und Arbeiten auf den gleichen Arealen. Wir möchten weniger um die privaten Autos bauen, sondern mehr um den öffentlichen Nahverkehr! 
Innerhalb des städtischen Wohnungsbauprogrammes, sollte der Schwerpunkt auf familien- und altersgerechtem Wohnen im unteren und mittleren Preissegment liegen. Dabei sollen Wohnformen, Typologien und Modelle umgesetzt werden, die familienfreundlich sind und gleichzeitig ältere Menschen, Studenten und Azubis mit einbeziehen, d.h. ein generationsübergreifendes Wohnen in einer ausgewogenen sozialen Mischung ermöglichen.
Wir möchten unterschiedliche Baugruppen-, Genossenschafts- und Erbpachtmodelle unterstützen und weniger Bauträgerprojekte. Die Stadt braucht eine höhere Vielfalt an Bauformen, kleinteiligere und überschaubare Bauten anstatt große, monotone und anonyme Blockbauten.
Neben Neubauten sind auch Umnutzungen an Orten, an denen die Flächen knapp sind, wichtig, d.h. Gebäude, die nicht mehr für ihren ursprünglichen Errichtungszweck gebraucht werden, sollten wir zu Wohnraum umnutzen. Außerdem möchten wir eine sinnvolle Rückführung von zweckentfremdeten Bauten und auch Leerstand zu Wohnraum. Nicht zuletzt sollten wir darüber nachdenken, bisher reine Gewerbegebiete in lebendige Mischgebiete zu verwandeln, zu denken ist hier insbesondere an die Gebiete rund um Stromeyersdorf.
Konstanz ist keine Inselstadt, sondern das Zentrum einer Agglomeration mit weit über 100.000 Einwohnern, wir möchten die Region und ihre Orte stärker in das Wohnungsbauprogramm mit einbinden. Dazu ist besonders der weitere Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs wichtig, um die Umlandsgemeinden näher an Konstanz zu bringen. Besonders mit unseren Kreuzlinger Nachbarn wünschen wir uns eine engere und weitreichendere Zusammenarbeit zum Thema Wohnen und Verkehr.

 

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