Warum es bei den Pappeln im Tägermoos nicht nur um Bäume geht…

Das Junge Forum Konstanz hat die mittlerweile abgelehnte Klage gegen die Fällung der Pappeln im Tägermoos unterstützt. Weshalb ?

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Das Junge Forum Konstanz stimmt sicherlich nicht leichtfertig der Verzögerung einer sicherheitstechnischen Maßnahme zu und vertraut ausdrücklich auf die Kompetenz der Verwaltung bei der Beurteilung des Handlungsbedarfs.
Allerdings wurde sowohl aus den Reihen des Rates als auch aus der Bürgerschaft deutlich der Wunsch nach möglichen Alternativen der Umsetzung angemeldet. Gerade bei Prozessen, die nicht wieder rückgängig gemacht werden können und noch dazu stark emotional besetzt sind, sollten wir uns die Zeit für Diskurs und Meinungsbildung nehmen, wenn dieser Bedarf erkannt wird.
Wir sollten gemeinsam überlegen, wie wir dieser auch in der Vergangenheit schon oft beobachteten erhöhten Nachfrage nach Gespräch, Erklärung und Beteiligung unser Kommunikationsverhalten in der Zukunft sinnvoll anpassen können.
Denn seien wir ehrlich: Was dem einen seine Allee ist dem anderen seine Fahrradstraße, die Finanzierung seines Orchesters oder der repressionsarme Erhalt seines innerstädtischen Naherholungsgebiets am Rhein. Das Ringen um Kompromisse und Alternativen ist vielleicht nicht der schnellste Weg aber vermutlich der nachhaltigste, vor allem wenn man den Erhalt des Vertrauens der Bürger in seine Institutionen als ein wichtiges Gut für gelingende Demokratie einschätzt.

http://de.wikipedia.org/wiki/Partizipation

2 Gedanken zu „Warum es bei den Pappeln im Tägermoos nicht nur um Bäume geht…

  1. A. Walter

    Sind Sie sicher, dass dieses Verhalten nichts weniger als Klientelpolitik ist? Sie fischen hier in einem großen Teich der von der FGL, SPD und nun auch von Ihnen umworben wird. Mir ist mittlerweile nicht mehr die Abgrenzung zur FGL oder SPD klar? Und der Vergleich zur Fahrradstraße hinkt ja wohl erheblich: von der Suche nach Kompromissen und Alternativen konnte da wohl keine Rede sein. Im Gegenteil: Herr Schäfer wollte die Straße sofort aus dem Vorrangstraßennetz nehmen lassen. Ein Netz was aufwändig geplant und (so darf man zumindest hoffen) auch gut durchdacht wurde…

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    1. Matthias Schäfer

      Hallo Herr oder Frau Walter,

      Das Thema Pappeln ist noch nicht erledigt und wir werden versuchen, es auf eine höhere Ebene zu heben, welche die anderen Aspekte in den Vordergrund stellt. Daher widerspreche ich Ihrem Gedanken.

      Allerdings haben sie recht mit dem Gefühl, dass die bisher vorgegebenen und vor allem öffentlich heiß diskutierten Themen grün-rot dominiert sind.

      Das liegt aber auch an fehlenden Ideen auf „der anderen Seite“. Im Stillen darf aber nicht übersehen werden, das wir z. B. zusammen mit der FWG seit Wochen eine schnellere Bearbeitung bei Wirtschafts-Themen bezüglich des TZKs forcieren wollen. Und überspitzt gesagt: sich als CDU öffentlich nur vor eine Ampel zu stellen und mehr Sicherheit für Schulkinder zu fordern ist sehr sinnvoll aber auch extrem einfach. Unterschreiben würde ich es jedenfalls auch sofort.

      Zur Fahrradstrasse: Hier übersehen Sie folgendes: die Forderung, die Straße sofort aus dem Vorrangstraßennetz nehmen lassen, wäre Voraussetzung für eine Zone 30 in der Petershauser/Jahnstrasse gewesen. Dies wurde ebenfalls von CDU/ FWG/FDP gefordert und war daher keineswegs keine Suche nach Kompromissen.

      Viele Grüße
      Matthias Schäfer

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