Archiv der Kategorie: Allgemein

Gesichter: Gabriele Weiner

Gabriele Weiner – unser Gesicht im Gemeinderat Konstanz

eMail: weinergkn /ett/ t-online.de

Aus Überzeugung parteilos.

Anliegen: engagiert sich am Meisten in den Bereichen Jugendhilfe, Bürgerbeteiligung und Bürgerengagement, Flüchtlingsbetreuung, Radwege, Elektromobilität sowie bei den Stadtwerken und der Feuerwehr.

 

 

 

Was ist mein Schwerpunkt / Hauptkompetenz im Gemeinderat?

Z.Zt. engagiere ich mich am Meisten in den Bereichen Jugendhilfe, Bürgerbeteiligung und Bürgerengagement, Flüchtlingsbetreuung, Radwege, Elektromobilität sowie bei den Stadtwerken und der Feuerwehr. Für bürgerschaftlichen Aktionen kann ich mich sehr begeistern und internationale Begegnungen und Erfahrungen halte ich gerade in der heutigen Zeit für dringend notwendig und ausbaufähig.

Langjährige Kompetenz habe ich als ehemalige Vorsitzende des Gesamtelternbeirats für die Schulen der Stadt Konstanz im Bereich Schulentwicklung, durch die Gründung der Nachtwanderer in der Jugendarbeit und langjährige Erfahrung in der Flüchtlingsbetreuung.

Wichtig ist mir auch die Stadtgestaltung – von Blumenbeeten, wie derzeit vor dem Konzil, bis hin zu Spielplätzen und Treffpunkten für alle Generationen.

Warum bin ich bei dem JFK?  

Die heutige Politik muss für die Generation von morgen gemacht werden. Durch die Zusammenarbeit mit der den jetzigen „JUNGEN“ bekommt man sehr gut mit, was sich bereits verändert hat und sich noch deutlich verändern wird. Darauf muss die Politik sich heute schon einstellen.

Das betrifft z.B. die Gebiete Vereinbarkeit von Beruf und Familie, die Digitalisierung und den Strassenverkehr.

Was habe ich schon bewegt und was will ich als nächstes bewegen?  

Da ich schon lange im Gemeinderat bin, habe ich einiges umsetzen können. Das sind u.A. die Verlagerung der Förderschule aus den beengten Verhältnissen in der Stadt in das ehemalige Konradihaus am Sonnenbühl, ebenso den Sprachheilkindergarten in den selben Komplex.

Besonders stolz bin ich auf die Einrichtung des Quartierszentrum Berchen/ Öhmdwiesen, wobei mich der Gemeinderat sehr unterstützt hat. Hätten wir das Angebot freiwerdender Praxisräume nicht genutzt, gäbe es mit Sicherheit bis heute noch kein QZ in diesem Gebiet.

Ich habe mich mit einigen Mitstreiterinnen erfolgreich für die Renovierung und Erweiterung vieler Schulgebäude eingesetzt.

Nur kleine Erfolge gab es im Bereich der E-Mobilität – alternative Energien/Antriebe werden mich in der nächsten Zeit beschäftigen, sowie ein Freiraumkonzept, der Ausbau des Flughafens und die Integration von Zuwanderern.

 

 

Offener Brief zum Thema Flugplatz Konstanz

WIR DÜRFEN UNSERE ZUKUNFT NICHT VERBAUEN

2017 soll eine Entscheidung um den Flugplatz Konstanz getroffen werden. Das Junge Forum Konstanz (JFK) ruft dazu auf, die Schließung des Flugplatzes zu verhindern und eine öffentliche Debatte über die Entwicklung und die Nutzung der Potenziale des Konstanzer Verkehrslandeplatzes für die Zukunft zu führen. Das JFK ist der Ansicht, dass der Flugplatz mehr Chancen und mehr Mehrwert für die Einwohner der Stadt sowie die Konstanzer Unternehmer bietet, als dies eine neue Gewerbefläche täte, und er aus diesem Grund eine wichtige Rolle in der zukünftigen Entwicklung der Stadt Konstanz spielen kann und soll. Nicht nur soll die Gefahr der Schließung des Flugplatzes endgültig aus der Welt geschafft werden; die neuen Vertragsbedingungen sollen dafür sorgen, dass die Weiterentwicklung des Flugplatzes für die Wirtschaft und Forschung attraktiv wird. Eine langfristige Planung soll für Konstanzer Unternehmen, auch für solche, die nicht direkt am Flugplatz angesiedelt sind, ermöglicht werden, damit diese am und in den Flugplatz und seine Infrastruktur investieren können.

Kampf um den Flugplatz Konstanz

Kleiner Flugplatz mit großem Potential, Bild Anna Glad

Schlüsselwort Mobilität

Konstanz ist idyllisch gelegen, doch verkehrstechnisch gesehen lässt die Anbindung der Stadt viel zu wünschen übrig. Gerade in einer solchen Situation ist ein Verkehrslandeplatz ein wichtiger wirtschaftlicher Pluspunkt. Heute gibt es europaweit ca. 3.000 Verkehrslandeplätze, die mit einem Klein- oder Geschäfts-flugzeug erreicht werden können. Oft ist ein Hin- und Rückflug innerhalb eines Tages da möglich, wo es mit dem Auto oder mit dem Zug nicht machbar ist. Die rasante Entwicklung der Drohnentechnologie öffnet neue Horizonte für die Wirtschaft und für die Bürger. Drohnentransporte sind längst keine Sciencefiction mehr: Seit 2016 testet der weltgrößte Online-Händler Amazon in Großbritannien die Auslieferung von Waren mit Hilfe von Drohnen. Ab 2017 beginnen in Dubai Taxi-Drohnen-Tests. Heute ist der perfekte Zeitpunkt für Konstanz, sich mit den Mobilitätskonzepten der nahen Zukunft auseinander-zusetzen und sich dadurch wesentliche wirtschaftliche Vorteile zu verschaffen. Der Flugplatz bietet die ideale Basis für die Umsetzung dieser Konzepte.

Ein Spielplatz für Kaffeeflieger oder ein Alles-Könner?

Die Rolle des Flugplatzes Konstanz wird oft auf einen Spielplatz für Reiche reduziert. Dabei nützt der Flugplatz aktuell in erster Linie der Sicherheit, der Wissenschaft und den Einwohnern der Stadt. Sowohl Polizei, als auch Grenzschutz und Rettungsdienste nutzen ihn regelmäßig für Standard-, Überwachungs- und Notfalleinsätze. Aktuell finden jährlich ca. 240 solche Einsätze statt. Viele technische Projekte der Universität Konstanz und der HTWG Konstanz werden auf dem Gelände des Flugplatzes durchgeführt. Einige bedeutende Projekte des Max-Planck-Instituts für Ornithologie sind von einem Flugzeug am Flugplatz Konstanz abhängig. Nicht zuletzt übt der Flugplatz derzeit eine Schutzfunktion für eine Luftraumabsenkung aus. Sollte der Flugplatz geschlossen werden, wäre es möglich, den Luftraum abzusenken, was zu einer Lärmerhöhung durch große Verkehrsflugzeuge führen könnte.

Wissenschaftsstandort und Innovationsregion Konstanz

Laut Prof. Dr. Martin Wikelski, Professor für Ornithologie an der Universität Konstanz und Direktor des Max-Planck-Instituts für Ornithologie Radolfzell, einem der führenden Ornithologen weltweit, haben seine Forschungen “bisher allein von der Deutschen Luft- und Raumfahrtagentur mehr als 20 Millionen € in den Wirtschaftsraum Bodensee gebracht”. Nach seinen Einschätzungen wird die Max-Planck Gesellschaft über die nächsten 25 Jahre mindestens 60 Mio € investieren. Die Vision von Prof. Dr. Martin Wikelski ist die Entwicklungs-möglichkeiten der Innovationsregion Konstanz zu nutzen und den Flughafen so auszubauen, dass er als Basis für einen neu einzurichtenden Lehrstuhl zwischen HTWG und Uni Konstanz für ‚Angewandte Luft und Raumfahrt‘ genutzt werden könnte. Dies würde die Region Konstanz attraktiver für internationale Unternehmen wie Raumfahrtunternehmen, Google, Dronen-hersteller usw. machen und den lokal ansässigen Unternehmen neue Businessfelder eröffnen. Forscher sind auf eine zukunftsträchtige Flugplatz-Infrastuktur angewiesen. Sollte Konstanz sich aus kurzfristigen Überlegungen entscheiden eine strategische Entwicklungsmöglichkeit zu schließen, würde sich dies auf den Aufbau eines Forschungszentrums negativ auswirken. Die Forschungen und die Forschungsgelder müssten an einen Ort mit Verkehrslandeplatz verlagert werden.

Der aktuelle Stand

Die Stadt Konstanz hält 58,9 Prozent der Anteile am Flugplatz und verpachtet das Gelände zusammen mit den restlichen elf Eignern. Der Pachtvertrag kann mit einer Option auf weitere fünf Jahre verlängert werden. Es gibt, wenn die Fläche seitens der Stadt benötigt wird, eine Kündigungsfrist von nur einem Jahr. Diese kurzfristig orientierte „Reserve“-Taktik gewährt keine Investitionssicherheit und macht den Flugplatz unattraktiv für Unternehmen.

Blumen für den Papst – Aktion ab 25.07. auf dem Konzilplatz!

Liebe Konstanzer!

Viele haben es sehr bedauert, dass das farbenprächtige Blumenbeet vor der Konzilsterrasse der Neugestaltung des Platzes zum Opfer gefallen ist, und wünschen sich, dass dort wieder Blumen die derzeit öde Fläche verschönern.

Ende des Jahres jährt sich die Papstwahl, allein dafür bedarf es eines freundlichen Konzilplatzes. Da dies in der Planung der Stadtverwaltung nicht vorgesehen ist, müssen wir Konstanzer das wohl selbst in die Hand nehmen.

Blumenaktion Konzil

TBIT auf Pixabay.com

Das Junge Forum Konstanz und die Konzilsgaststätte starten mit einer blühenden Grundausstattung und bitten alle Unterstützer unserer Aktion einen oder mehrere Blumentöpfe mit Sommerblumen an den Konzilsbrunnen zu stellen. Wir sind am 25.07. ab 19 Uhr dort und freuen uns über jede/n, der mit Topfblumen kommt!

Lasst uns dafür sorgen, dass an der Konzilsmole anstatt der Kieswüste wieder eine Blumenpracht entsteht! Wir sind sicher, dass wird ein gigantisches Blumenbeet. Kommt alle und macht mit!

Gabriele Weiner für das Junge Forum Konstanz

 

Bestandsaufnahme vom ersten Abend der Aktion:

Weitere Pflanzen gerne einfach dazustellen, bis alles voll ist!Konzil Blumenaktion

Offener Brief zum Thema KOD

Sehr geehrte Vertreter der Presse, liebe Konstanzer,

da gerade heftig über das Thema der Einrichtung des Kommunalen Ordnungsdienstes (KOD) diskutiert wird, möchte das Junge Forum Konstanz (JFK) seine Position dazu öffentlich darstellen.
Dass die Einwohner des Seerheins eine langfristige und nachhaltige Lösung brauchen, die ihre Rechte schützt, steht für uns außer Frage. Doch diese Lösung kann und darf nicht in erster Linie durch repressive Maßnahmen kommunaler Kräfte erreicht werden. Was wir befürworten, ist ein konstruktives Gesamtkonzept, das ein besseres Miteinander schafft, anstatt die Gesellschaft zu spalten. Es geht in dieser Frage nicht nur um Konstanz-Petershausen, es geht um die ganze Stadt und ihre Zukunft. Konstanz soll für alle Bürger und alle Bevölkerungsschichten lebenswert und liebenswert bleiben.

Die CDU schlägt vor, dass das KOD im Herosé-Areal für Sicherheit und Ordnung sorgen soll. Dabei wird übersehen, dass wir es dort nicht mit Hooligans und potentiellen Verbrechern zu tun haben, sondern mit Konstanzern, die den Sommer am Wasser geniessen möchten. Die überwiegende Mehrheit davon sind junge Leute und Studenten. Sie sollen nun, laut CDU, von Menschen im Uniform überwacht und diszipliniert werden. Das JFK fordert die Erfüllung des gesellschaftlich pädagogischen Auftrages mit einer wertschätzenden Aufklärung durch eine unabhängige, bevorzugt ehrenamtliche Organisation. Für weitergehende Massnahmen sehen wir die Verantwortung bei Stellen, die das aufgrund des Gewaltmonopols auch konsequent leisten können. Eine Verbotspolitik funktioniert nicht, wenn Menschen keine Alternativen angeboten bekommen. Damit die Einen ungestört den Sommer auf den Terrassen mit Rheinblick geniessen können, soll den Anderen der Sommerspaß verboten werden? Solche Aktionen verschärfen die soziale Situation und stärken die radikalen Kräfte.

Erst wenn sinnvolle Freizeit-Alternativen zum Herosépark geschaffen sind, kann man das Areal beruhigen, ohne das einige Bevölkerungsschichten benachteiligt werden. Die Standorte sind vorhanden, JFK fordert die Erschliessung und Aufwertung der Badestrand-Anlagen in den Arealen, wo keine Einwohner gestört werden. Der Vorschlag der Stadt und der CDU sieht 5,5 Stellen für den KOD vor. Dabei wartet die Geschwister-Scholl-Schule mit ihren rund 1500 Schülern seit Jahren auf die dringend notwendige Instandsetzung. Das Budget dafür ist freigegeben, doch es fehlt nach wie vor am Personal, das dieses, sowie viele andere Bauvorhaben umsetzten könnte. Die 5,5 Stellen wären in diesem Bereich besser aufgehoben. Das JFK fordert die Verwaltung auf die Prioritäten neu zu überdenken und in die Zukunft der Stadt zu investieren!

Zu den sachlichen Argumenten gegen den KOD kommt erschwerend hinzu, dass die korrekte Beratungsfolge nicht eingehalten wurde. Es entsteht der Eindruck, dass ein KOD jetzt in aller Schnelle und möglichst ohne große Diskussion durchgedrückt werden sollte.
Es wäre grob fahrlässig, die Diskussion über eine Entscheidung, die über den Herosé-Park hinaus Auswirkungen auf die ganze Stadt hat, nur im Gemeinderat zu behandeln, in dem das Thema nicht ausreichend diskutiert werden kann. Wir mauern nicht. Wir pochen auf Einhaltung der demokratischen Grundregeln, die für den Rat gelten. Und die Farce besteht nicht darin, dass das JFK die Vorlage in den Haupt- und Finanzausschuss (HFA) durch eine demokratische Abstimmung im Rat verschoben hat, sondern darin, dass dieses Thema, obwohl im letzten Gemeinderat gerade erst abgelehnt, schon wieder auf der Tagesordnung stand, wenn auch im leicht anderen Gewand. Da hat der Oberbürgermeister eine Ermessensentscheidung getroffen, die wir (und andere) ihm nicht durchgehen lassen wollten. Der nächste HFA ist übrigens schon am 4. Juli. So viel Zeit muss sein.

Das JFK freut sich darüber, dass die repressiven Maßnahmen nicht in einem Blitzverfahren in einer kleinen Runde beschlossen worden sind, sondern zum Thema einer öffentlichen Diskussion wurden. Wir laden die Bürger dazu ein, sich an dieser Diskussion zu beteiligen. Für uns ist ganz klar, dass nicht die vermeintlich einfache und schnelle, repressive Maßnahmen ein besseres Miteinander schaffen, sondern Dialog, Prävention und Ursachenforschung. Dafür werden wir uns weiter stark machen.

Junges Forum Konstanz
Christine Finke,
Gabriele Weiner,
Matthias Schäfer,
Thomas Buck

Haushaltsrede von Matthias Schäfer, Gemeinderat am 20.12.2016

Guten Abend meine Damen und Herren,

Man fragt sich natürlich, wie man die Zuhörer nach all den Reden noch erreichen kann.

Um ihre Aufmerksamkeit zu erhalten, haben wir uns daher überlegt, unsere heutige Rede anlässlich des kommenden Lutherjahres 2017 in Thesen darzustellen.

Die Kenner erschrecken jetzt, weil sie 95 Thesen befürchten. Aber keine Sorge, wir haben uns für 9,5 entschieden.

1. Wir, Sie, liebe Verwaltung und die Stadt Konstanz sind kein Konzern, wie auffallend oft vorgetragen wird.

Eine Stadt wird nicht in erster Linie gemanagt.
Eine Stadt ist nicht Gewinn- sondern Gemeinwohl-orientiert.

Liebe Mitarbeiter der Stadt, das merken Sie übrigens jeden Monat am Gehaltszettel.
Aber Sie haben auch Vorteile, denn in Konzernen wird viel öfter Personal ausgetauscht, übrigens auch an der Spitze.

Lieber Herr Burchardt, ich habe hier einen Zettel, der Sie jedes Mal, wenn das Wort Konzern in Zukunft fällt, daran erinnern wird.

Uns ist klar, dass mit dem Übergang von Kameralistik zur Doppik mehr die Idee sozialer Marktwirtschaft und weniger bürokratischen Verwaltungsrechts in den Blickpunkt rücken sollte.
Und die Stadt macht auch Dinge ähnlich wie Konzerne und Unternehmen, worauf ich später noch zurückkommen werde.
Die Stadt ist aber noch im Transformationsprozess. Und manches sollte noch angepasst werden, anderes eignet sich eher nicht.
Daher sollten wir den Begriff Konzern zukünftig vorsichtiger benutzen oder lieber ganz vermeiden.

2. Die häufigsten Krankschreibungen wurden einem Bericht zufolge bei Öffentlichen Verwaltungen registriert.
Im Schnitt meldet sich bei Behörden jeder Beschäftigte 1,71 Mal im Jahr krank. Ist das bei uns mittlerweile auch auffällig oft?
Um für Entlastung zu sorgen, müssen wir uns jedenfalls viel öfter entscheiden, was wir tun müssen und was wir wollen und vor allem: was wir uns leisten können.

Leider haben wir es auch diesmal beim Haushalt nicht geschafft, zu priorisieren oder wegzustreichen und hoffen nun wieder einmal, dass alles gut geht.
Die Kämmerei hat das ja nochmals ausführlich dargestellt und wir hoffen mit und werden daher später auch zustimmen.
Hierzu ein Zitat:
Planung ist das Ersetzen des Zufalls durch den Irrtum.

3. Trotz der Tatsache, dass wir kein Konzern sind, können wir in bestimmten Bereichen von Prozessen in der Wirtschaft lernen.
Die Arbeit der Verwaltung muss besser gemessen und evaluiert werden.
Nur wenn wir wissen, was wir leisten, können wir Verbesserungen sichtbar machen und letztlich auch Kosten sparen.
Dies gilt insbesondere für die IT, um beurteilen zu können, ob sich beispielsweise eine Software lohnt, ob sie also eine digitale Rendite hat.
Wir brauchen einen anderen Umgang mit der IT und sollten IT in allen Fachämtern aufbauen und verankern.

4. Insgesamt sollten die Stellen besser verteilt werden, bzw. der politische, nicht der bürokratische Wille stärker gehört werden.
Das heißt z. B. eben mehr Stellen für die IT oder auch den Bau Unterhalt zur Sanierung, was wir ja in den Beratungen gefordert haben. In diesem Bereich ist erst recht zu fragen, ob die 1,71 Krankmeldungen nicht sogar übertroffen werden.
Im TUA war die Stimmung mehrheitlich für mehr Sanierungsbudget, aber es soll erst nächstes Mal beraten werden.
In anderen Ausschüssen durfte erst gar nicht über Stellen diskutiert werden.
Im HFA sollte dann zunächst auch gar nicht mehr über Stellen diskutiert werden.
Das grenzt schon an gestalterische Sabotage des ganzen Prozesses.

5. Der Kulturausschuss war die löbliche Ausnahme, denn dort wurde diskutiert und auch gestaltet, für das Kulturbüro, für das Zebra und für das Open See des Kulturladens.
Wir hatten aber auch ein sehr offenes Gespräch mit dem Intendanten der Philharmonie und haben ihm signalisiert, dass wir uns ein Konzept vorstellen, welches mehr Gelder von außen erwirtschaftet.
Wir sind der Ansicht, dass die Finanzierung noch breiter gestreut werden kann und werden dazu auch konstruktive Vorschläge liefern, denn wir haben jetzt 5 Jahre Zeit für eine grundlegende Veränderung.
Es kann unserer Meinung nach in einer Stadt mit Wohnungsproblemen wie Konstanz nicht sein, dass für das Orchester im Haushalt gleich viel Geld als Zuschuss bereit steht wie für die Wohnungsbauförderung.

6. Wirtschaftsförderung und Einnahmenseite

Die Abschaffung des Flugplatzes jetzt hat unserer Meinung nach ein völlig falsches Timing. Das ist zu viel Aufwand für den zu erwartenden Ertrag. Viel naheliegender wäre es, schnell das Siemensareal zu entwickeln.
Aber auch der Ertrag eines Antrags wie vom kikuz zum Beispiel ist deutlich effektiver als die zu erwartende Gewerbesteuer am Flugplatz.

und da wären wir bei 7.: Prioritäten.
Wir brauchen mehr Räume für die freie Entfaltung von Jugendlichen.
Dies beinhaltet sehr dringende und wichtige Dinge.
Diese leiden aber oft als kleine, weniger wirksam vermarktbare Projekte.
Wir freuen uns daher, dass die Skater Anlage endlich wieder aufgebaut wird.
Weiter gehören Toiletten und Grillstellen dazu, also Neue schaffen und Alte verbessern.
Den gegenteiligen Entwurf, das vorgeschlagene Budget für eine Security, haben wir ja abgelehnt und das ist gut so.

8. Fast zum Schluss noch einige Dinge, die wirklich sehr gut laufen:
Dort möchten wir insbesondere die Bürgerbeteiligung und Konstanz Digital nennen.
Beides sind Projekte, über die wir uns sehr freuen und bei denen wir gespannt sind, wie sie sich weiter entwickeln.
Wir wollen den digitalen Wandel konsequent umsetzen und die digitale Rendite sichtbar machen, insbesondere durch das bereits erwähnte Monitoring.

9 und 9.5 ist eine These und eine Anregung:
Die These ist, dass der gesamte Prozess der Haushalts-Beratungen überdacht werden sollte.

Die Reihenfolge sollte sein: Der politische Wille wird geäußert bevor die Verwaltung sich als Ganzes intern berät und festlegt.
Möglich wäre dies zum Beispiel durch Schulnoten oder ein Punkte-System zur Priorisierung.

Das Ziel sollte sein:
Die Verwaltung verwaltet
Und der Gemeinderat gestaltet.

Vielen Dank!

Austausch zu Chancengleichheit mit Frauendelegation aus Südkorea

 

Delegation aus Südkorea im Rathaus Konstanz

Delegation aus Südkorea im Rathaus Konstanz

In Südkorea übersteigt das Angebot an Krippenplätzen bei weitem die Zahl der Babys, die einen Betreuungsplatz brauchen – das war die Überraschung des Tages beim Austausch der Frauendelegation aus Südkorea mit Stadträtinnen, Vertreterinnen von Frauenorganisationen und der Leiterin der Chancengleichheitsstelle der Stadt Konstanz, Christa Albrecht.

Ansonsten gleichen sich die Schwierigkeiten und Hürden auf dem Weg zur vollen Gleichberechtigung von Mann und Frau, stellten die anwesenden Frauen im dreistündigen Gespräch, das durch einen Dolmetscher begleitet wurde, fest.

Theoretisch sei man schon viel weiter, nur in der Praxis und auch in manchen Köpfen sei noch nicht angekommen, dass Frauen für gleiche Arbeit auch gleiches Geld verdienen müssten, die Familiengründung kein Karrierehindernis sein sollte, und dass Gewalt gegen Frauen immer noch häufig als Randproblem gesehen wird, und es für betroffene Frauen schwierig ist, sich ein Leben in Sicherheit mit eigenem finanziellen Auskommen aufzubauen.

Auch die Schwierigkeiten Alleinerziehender in beiden Ländern kamen zur Sprache, die leider immer noch viel zu geringe Quote von Frauen in der Politik beider Länder, und die große Bereitschaft von Frauen, sich ehrenamtlich und unentgeltlich zu engagieren.

Delegation aus Südkorea im Rathaus Konstanz

Konstanz steht mit einer Frauenquote von 25% im Gemeinderat dabei noch ganz gut da, denn in der 3 Millionen Einwohner zählenden Provinz Kyengsangnam-do, aus der die Besucherinnen stammen, sind Frauen nur zu 15 % im Gemeinderat vertreten. Für die 25 % ernteten die drei Konsanzer Stadträtinnen Zahide Sarikas (SPD),  Dr. Christine Finke (JFK) und Dr. Christiane Kreitmeier (FGL), die stellvertretend für den OB Uli Burchardt die Sitzung leitete, bewunderndes Raunen, als die Frage auf die Frauenquoten kam.

Die Stimmung während des Austausches war gut und konzentriert, trotz Sprachbarriere, die durch einen Dolmetscher überwunden wurde. Beim im Anschluss an den Austausch verewigten Gruppenbild mischten sich die Nationen bunt durcheinander, und die Frauen gingen mit dem Gefühl auseinander, dass Frauen in aller Welt ähnlichen Schwierigkeiten bei dem Erreichen der Gleichberechtigung entgegensehen.

Delegation aus Südkorea im Rathaus Konstanz

Die südkoreanische Delegation bestand aus Vertreterinnen von diversen Frauenverbänden, der Verwaltung, des Konsumentenschutzes, Kinderschutzvereinen, rotem Kreuz und Erziehungsverbänden. Für Konstanz waren neben den drei Stadträtinnen die Chancengleichheitsbeauftragte Christa Albrecht (samt Praktikantin) sowie Erika Korn von Terre de Femmes und Margit Zepf vom Deutschen Juristinnenbund anwesend.

Autorin: Christine Finke

Die Stadt Konstanz veröffentlicht Bürgerinformation zum Thema Flüchtlinge

Um die Bürger der Stadt über alle Themen rund um die Flüchtlingsunterbringung zu informieren, hat die Stadt Konstanz eine Informationsbroschüre veröffentlicht.

Diese kann man hier herunterladen.

Unser Statement darin im Wortlaut:

„Das Thema Flüchtlinge ist für uns eine besondere Herausforderung, weil bei unserer ersten Wahl vor 2 Jahren nicht absehbar war, dass es alle Themen überlagern würde. Zudem bietet das Thema aufgrund der Vorgaben durch Bund, Land und Kreis wenig Gestaltungsraum. Aber Deutschland hat die Herausforderung angenommen und wir tragen als weltoffene Stadt gerne unseren Teil dazu bei. Das JFK hat von Anfang an gefordert, die entsprechenden Schritte einzuleiten, damit Konstanz vorbereitet ist. Wir sind überzeugt, dass wir aus den ersten Schwierigkeiten heraus sind und die Veränderung unsere Stadt positiv beleben wird. Zwei Kernthemen sind durch die Flüchtlinge in den Fokus gerückt: Wohnen und Integration. Die Themen sind nicht neu und hatten für uns immer höchste Priorität, sie haben aber an Bedeutung gewonnen. Beim Wohnen war der Druck immer hoch und nun ist klar, dass wir weiter bezahlbaren Wohnraum schaffen müssen. Unserer Meinung nach sind Flüchtlingsunterkünfte überall in Konstanz möglich. Auf die folgenden Bedingungen weisen wir unermüdlich hin: kleine, durchmischte Einheiten. Nur so wird Integration gelingen. Dazu wird jedoch genug Personal benötigt; vom Ausländeramt bis in den sozialen Bereich, auch in Schulen und der Kinderbetreuung. Eine weitere Voraussetzung für die Eingliederung ist die deutsche Sprache. Nur wer sich verständigen kann, ist fähig, an der Gesellschaft teilzuhaben. Besonders danken möchten wir an dieser Stelle allen Ehrenamtlichen, die unermüdlich ihren Beitrag leisten, um die Flüchtlinge willkommen zu heißen. Wir sehen mit Sorge, dass Rassismus immer mehr salonfähig wird. Es ist eine wichtige Aufgabe auch der Kommunalpolitik, eine Spaltung der Stadt zu verhindern. Wir bitten daher alle, dem entgegenzutreten. Wir sollten unvoreingenommen auf unsere neuen Mitbürger zugehen, die vor Krieg und Hunger flüchten. Es ist unsere Pflicht, sie gut aufzunehmen. Dazu brauchen wir die Unterstützung aller Bürger.“