Archiv für den Monat: August 2015

Leere Flächen sinnvoll nutzen!

BFK Das Junge Forum setzt sich dafür ein, dass das Nebengelände des Bodenseeforums Konstanz für eine öffentliche Nutzung zur Verfügung gestellt wird.
Besonders befürwortet das Junge Forum eine temporäre Nutzung durch die Studierenden der Universität Konstanz, beispielsweise durch eine Strandbar, die von Studierenden betrieben würde.
Das Interesse von Seiten der Studierendenschaft ist vorhanden.
In einer Stadt mit extremer Platznot wie Konstanz sollte Leerstand von Flächen nach Möglichkeit vermieden werden.
Zudem würde dies die Bindung der Studierenden an die Stadt verbessern und vor allem die Situation im dicht besiedelten Herose-Areal entspannen.
Zu diesem Zweck hat das Junge Forum einen Antrag im Gemeinderat gestellt. Dieser fordert die zeitnahe Definition eines Auftrag zur Umsetzung eines Freiraum-Konzepts, damit der Studierendenvertretung oder einem anderen Nutzer möglichst zeitnah Zustimmung signalisiert werden kann. So könnte dieser mit der Planung beginnen und die Fläche müsste nicht ein weiteres Jahr leerstehen.

Flüchtlingsunterkünfte – muss es Egg sein?

Pixabay.com, freie Nutzung

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Zusammengefasst unsere Sichtweise zu der Sitzungsvorlage und der Abstimmung im letzten GR vom 23.07.2015:

Die Verwaltung wollte sich schwerpunktmäßig auf Flächen und Gebäude für Gemeinschaftsunterkünfte konzentrieren aber Bauvorhaben für Anschlussunterbringung zurückstellen.

Warum wir dieses Vorhaben so nicht unterstützen konnten:

  • Wir sind der Ansicht, dass die Stadt langfristig planen muss und das Thema Anschlussunterbringung in keinem Falle vernachlässigen darf.
  • Familien und junge Männer kommen nach KN, leben sich unter nicht gerade einfachen Umständen hier ein, die Kinder gehen in die Kita oder Schule, es werden Beziehungen aufgebaut, Freundschaften geschlossen, sich integriert.
  • Dann kommt der Zeitpunkt an dem sie die Unterkunft verlassen müssen und da es in KN zu wenig Wohnraum und noch weniger für Flüchtlinge gibt, werden sie auf die Dörfer im Landkreis verteilt und der Prozess der Eingewöhnung beginnt von Neuem.
  • Wir werden nicht für alle Flüchtlinge Wohnraum schaffen können, aber zumindest für einen Teil.
  • Daher halten wir es für erforderlich, dass man sich sofort um die Schaffung weiterer Unterkünfte bemüht.
  • Auch wir sind keine Freunde von reinen Flüchtlingsunterkünften, auch wir hätten gerne eine dezentrale Unterbringung in der gesamten Stadt,da es deutlich besser für die Integration ist.
  • Wir lehnen jegliche Häuser – auch GUs wie die Steinstraße – mit mehr als 40 Flüchtlingen ab.
  • Wir hätten gerne eine Mischung in den Häusern, ob das möglich ist, wird z.Zt. abgeklärt.
  • Wir sehen in der Abstimmung keine eindeutige Bebauung der Egger Wiese und schon gar nicht ohne weitere Gespräche mit den Anwohnern.
  • Aus unserer Sicht hat die Verwaltung den Auftrag flexibel zu sein und explizit auch andere Grundstücke in Egg in Betracht zu ziehen,d.h. ein alternativer Standort ist immer noch möglich und für die notwendige kommunikative Begleitung wurde das Geld bewilligt.
  • Wir verwehren uns hauptsächlich dagegen, dass Thema Anschlussunterbringung zurückzustellen.
  • Wir sind, sollte es zu der Bebauung auf dem Gelände kommen, für den Erhalt des Spielplatzes, auch wenn er etwas kleiner wird und für die Einrichtung eines Begegnungsraumes, von dem auch die Egger profitieren würden.Dieser Raum kann z.B. für Spielgruppen oder auch Jugendliche von großem Wert für ganz Egg werden.
  • Wir halten die Unterbringung von Flüchtlingen in Egg, Allmannsdorf, Staad etc. für absolut wünschenswert, gerade in Egg gibt es eine gute Dorfgemeinschaft, die die neuen Mitbewohner bestens integrieren könnte. Am Einfachsten wäre natürlich, wenn einzelne Anwohner, die freistehende Räume haben, einen Flüchtling bei sich aufnehmen würden. Damit könnte man zumindest Anschlussunterkünfte verkleinern.

Last not neast: In Egg (wie auch im Zergle) haben wir städtische Grundstücke, für die wir Fördergelder beantragt haben, und auf denen wir rasch bauen können. Und aus genau diesem Grund fangen wir dort an, weil die Zeit drängt.

Statement zu den vom Südkurier sogenannten „Geisterhäusern“

Die hier verfolgte Idee der Wohnraum-Akquise hat ihren Charme, aber 2 Vermittlungen sehen wir als eine zu magere und ernüchternde Bilanz für 2 Jahre Projektdauer. Deshalb sollte der Ansatz konsequent weiterentwickelt werden. In einer Stadt mit der Wohnungsproblematik von Konstanz ist es der Allgemeinheit nicht vermittelbar, dass es signifikanten Leerstand gibt. Die Eigentümer von nicht genutzten Wohnungen müssen so umfassend und so gezielt wie möglich persönlich angesprochen werden, um Ihnen den Ernst der Lage noch stärker ins Bewusstsein zu bringen. Das sehen wir durch die Möglichkeit einer freiwilligen Meldung noch nicht ausreichend umgesetzt.

Wir fordern, dass die Verwaltung im Rahmen des Berichts zum Zweckentfremdungsverbot Zahlen zum Leerstand liefert und eine Strategie aufzeigt, wie wir helfen, diesen zu reduzieren. Die Verwaltung sollte uns dabei Alternativen wie einen Leerstandsmelder (gefiltert, anonymistert), ein Wohnraumschutzgesetz oder was es eventuell sonst noch gibt, nennen und zu einer Abstimmung bringen.

Text des Südkuriers: Stadt Konstanz hat Geisterhäuser im Blick

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