HANDLUNGSPROGRAMM RADVERKEHR

Der Masterplan Mobilität Konstanz 2020 stellt die Wichtigkeit eines integrierten Verkehrskonzepts dar. Der Fußverkehr (inkl. ÖPNV), der Radverkehr, sowie der Autoverkehr sollen in einem Zusammenhang verstanden und entwickelt werden, so der Plan. Des Weiteren wurden im Rahmen des Handlungsprogramms Radverkehr 5 Radachsen ausgearbeitet, welche in den nächsten Jahren ausgebaut werden.

Das JFK begrüßt den strategisch-integrativen Ansatz. Es ist sehr wichtig, die Wertigkeit des Rad- und Fußverkehrs zu steigern und diese Arten der Mobilität attraktiver zu machen. Dafür sind aufwändige Planung und hohe Investitio- nen nötig. Aber vor allem müssen vermeintliche Selbstverständlichkeiten aus alten Zeiten in Frage gestellt werden. Z.B. warum wird in die Autoinfrastruktur weiterhin ein Vielfaches an Ressourcen investiert im Vergleich zum Rad- und Fußverkehr? Oder wer braucht mehr Platz auf der Straße: Fußgänger, Radfahrer oder Autos?

Eine der 5 geplanten Achsen – Radachse II (Fähre-Stadtzentrum) – sorgt vermehrt für Dis- kussionen. Besonders die kostspieligen Maß- nahmen im Abschnitt Salesianerweg rufen viele Fragen auf. Gleichzeitig halten viele Radfahrer die Mainaustraße für die sinnvollere Strecke, die saniert und ausgebessert werden sollte. Die Diskussion zeigt, dass wir uns Zeit dafür neh- men sollten, um zusammen mit den Radfahrern nach einer besseren und wirtschaftlicheren Lösung zu suchen. Nicht weil die Millionenbeträge für die Radwege undenkbar sind, sondern weil die Lösung noch nicht zu 100% stimmt.

Quelle Bild: Ministerium für Verkehr BW

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