WENIGER PARKPLÄTZE IST MEHR

28. Oktober 2019

Den Klimanotstand auszurufen war richtig, doch ohne konkrete Schritte würde es nur eine Geste bleiben. Als einen der Schritte beantragte das JFK, dass die Verwaltung Konzepte entwickelt, wie im linksrheinischen Bereich der Stadt in den nächsten 5 Jahren die Anzahl der Parkplätze um 20% verträglich reduziert werden kann. Dabei geht es einerseits darum die Flächen zu entsiegeln, um sie z.B. in Freiräume umzuwandeln oder mit Obstbäumen zu bepflanzen, wie das die Fridays for Future vorschlagen. Die Flächen im hochverdichteten Stadtbereich sind einfach zu wertvoll, um darauf Autos abzustellen. Anderseits geht es darum, dass mehr Kurzstrecken zu Fuß, mit dem Rad oder mit den ÖPNV statt mit dem Auto zurückgelegt werden.
Die Konzepte sollen zur Abstimmung dem Gemeinderat vorgestellt werden. Aufzuzeigen sind die Wege, wie diese Maßnahmen auf private und gewerbliche Parkflächen Anwendung finden können: etwa durch Vertragsverhandlungen, die eine Umwandlung von öffentlichen Parkplätzen in Anwohner- und Car-Sharing-Parkplätze in den großen Parkhäusern wie Lago oder Augustinerparkplatz zu verträglichen Preisen ermöglichen. Wir beziehen uns im Antrag auf Forderungen des Verkehrswendebündnisses Konstanz und Fridays for Future, deren Umsetzung wir befürworten.
Die Fragestellung “der Bedarf an Parkplätzen ist abzuschätzen” finden wir falsch. Abzuschätzen ist das Potential an Menschen, die bereit sind, in einen autofreien Strassenzug zu ziehen, der die Vorteile einer perfekt erschlossenen Innenstadtlage hat.

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