WENIGER RASENMÄHEN IST MEHR

So manche Einwohner beschweren sich gelegentlich über die nicht gemähten Wiesen in der Stadt. Warum sieht das kleine Fleckchen Rasen vor meiner Haustür nicht wie der Teppich in meinem Wohnzimmer aus? Wurde es etwa vernachlässigt? Die Antwort ist Nein, es ist Absicht!
9% – so hoch ist der grüne Anteil an der Siedlungsfläche in Deutschland. Da ist es wichtig, dass wir zumindest ein Teil dieser Fläche der Natur überlassen. Denn naturbelassene Wiesen sind lebenswichtig für nützliche Insekten und Vögel. Insekten brauchen nicht nur Blumen zum speisen, sondern auch relativ hohe Gräser, in welchen sie sich verstecken können. Ausserdem will man die Blumen verblühen lassen. Auch deshalb, weil diese sich selbst aussäen, aber nur wenn sie genug Zeit hatten, um die Samen zu bilden.
Aus diesen Gründen wird eine Wildwiese etwa ein bis zwei Mal pro Jahr gemäht. Dabei orientiert man sich an dem Wachstum der Pflanzen. Es wird erst gemäht, wenn der größte Teil der Blumen verblüht ist. Das könnte ab der zweiten Junihälfte der Fall sein. Wer auf Nummer sicher gehen will, wartet damit bis September.
Wer die Wiese in seinem Vorgarten gemäht hat, sollte das Mähgut noch einige Tage liegen lassen, bevor er es wegräumt. So können die reifen Samen von Blumen und Kräutern aus den Samenkapseln heraus- auf die Erde fallen. Wildblumenwiesen vermehren sich so nach drei bis fünf Jahren wunderbar selbst. Bis dahin sollte man immer wieder etwas mit frischem Saatgut nachhelfen.
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